IFF-Kalkulationstool
Das IFF-KALKULATIONSTOOL ist eine Planungssoftware zur Kalkulation von Akquisitionsaktivitäten im Ausland, speziell entwickelt für mittelständische Bauingenieur- und Architekturbüros. Die theoretische Basis für die Kalkulation stellt ein «3-Phasenmodell der strategischen Exportplanung» dar, das im Rahmen dieses Forschungsprojekts entwickelt wurde.
- VORTEILE DURCH KOSTENKALKULATION
- 3-PHASEN EINER STRATEGISCHEN EXPORTPLANUNG
- AKQUISITIONSVORHABEN
- KALKULATION EINES AKQUISITIONSVORHABENS
- BEISPIELE FÜR AKQUISITIONSVORHABEN
- IFF-KALKULATIONSTOOL
- Einfache Datenerfassung
- Differenzierte Kalkulationsergebnisse
- Finanzierungskosten vergleichen
- Gute Ergebnisdarstellung
- Flexibilität
- Basis für neue Finanzierungsmodelle
- IFF-KALKULATIONSTOOL starten
VORTEILE DURCH KOSTENKALKULATION
Die separate Kalkulation von Akquisitionsaktivitäten im Ausland bietet eine Reihe von möglichen von Vorteilen:
- Spezifisches Controlling: Durch die Kalkulation ist für die Exportaktivitäten ein eigenes Controlling auf Basis eines Soll-/Ist-Vergleichs der Kosten möglich.
- Wirtschaftlichkeitsanalyse: Mit einer Kostenkalkulation der Akquisitionsbemühungen lässt sich die Wirtschaftlichkeit dieser Aktivitäten untersuchen. Eine solche Analyse ermöglicht aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive die Entscheidung, ob die Realisierung eines Akquisitionsvorhabens sinnvoll ist.
- Liquiditätsbedarfsanalyse: Die Kalkulation macht den spezifischen Liquiditätsbedarf sichtbar und ist so die Basis für ein optimiertes Finanzmanagement. Zudem kann sie auch als Grundlage für eventuell anstehende Verhandlungen mit Fremdkapitalgebern dienen.
- Niedrigere Finanzierungskosten: Durch eine Kalkulation können hinsichtlich der Finanzierungskosten Sparpotenziale genutzt werden, weil eine separate Finanzierung häufig günstiger ist, als die Finanzierung der Akquisitionsaktivitäten aus der laufenden Kreditlinie des Geschäftskontos.
- Besseres Risikomanagement: Die Einschätzung der Unternehmung und der finanziellen Risiken, die sich aus den Akquisitionsaktivitäten ergeben, werden auf eine verlässliche Basis gestellt. Dadurch können bestehende Risiken besser kontrolliert und abgesichert werden.
- Bessere Bonität: Gegenüber Fremdkapitalgebern und Auftraggebern kann sich die Bonität verbessern, weil ein erhöhter Kapitalbedarf durch eine geeignete Kalkulation nachweisbar ist. Ebenso kann eine Steigerung der Bonität durch die – auf Basis einer Kalkulation – optimierte Finanzierungsstruktur erreicht werden.
3-PHASEN EINER STRATEGISCHEN EXPORTPLANUNG
Das Konzept des IFF-KALKULATIONSTOOLS basiert auf einem theoretischen Modell, das im Rahmen dieses Forschungsprojekts entwickelt wurde. Strategisch geplante Exportaktivitäten von Bauingenieurbüros in einem neuen Markt lassen sich grundsätzlich in drei verschiedene Phasen gliedern und zu einem Vorhaben zusammenfassen. Das 3-Phasenmodell einer strategischen Exportplanung beschreibt ein solches Exportvorhaben und stellt den zeitlich differenzierten Liquiditätsbedarf während der Exportaktivitäten schematisch dar. Es ordnet den Phasen spezifische Liquiditäts- und Risikoabsicherungsbedarfe zu.

(3-PHASENMODELL – Grafik anklicken
für mehr Informationen)
AKQUISITIONSVORHABEN
Ein Akquisitionsvorhaben umfasst alle geschäftlichen Aktivitäten, die zum Ziel haben, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (z.B. 4 Jahre) in einem regional abgegrenzten Markt (z.B. Schweden) neue Aufträge zu akquirieren und durchzuführen.
Dieser Ansatz – die Akquisitionsbemühungen und die Durchführung der neu gewonnenen Aufträge als ein Projekt zu kalkulieren – ist innovativ und ermöglicht eine transparente und umfassende Liquiditätsbedarfs-, Risiko- und Wirtschaftlichkeitsanalyse der geplanten Exportaktivitäten.
KALKULATION EINES AKQUISITIONSVORHABENS
Die Deckungsbeiträge („Gewinne“) der einzelnen akquirierten Aufträge werden in einem solchen Exportvorhaben den im Vorfeld getätigten Ausgaben für die Akquisition (z.B. für Reisen, Messeteilnahmen, Informationsveranstaltungen etc.) gegenübergestellt. Dabei muss beachtet werden, dass diese Einnahmen und Ausgaben grundsätzlich nicht zeitgleich erfolgen und eine Kapitalbindung bei der Kalkulation durch die Einbeziehung von Kapitalkosten (Finanzierungskosten bzw. kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung) berücksichtigt werden muss.
Innerhalb eines strategisch geplanten Exportvorhabens lassen sich grundsätzlich vier verschiedene Kosten- und Erlösarten unterscheiden:
- Einzelkosten, die unmittelbar den Akquisitionsaktivitäten zugerechnet werden können. Diese Kosten stellen die liquiditätsmindernden Ausgaben im Exportvorhaben dar. Ohne eine gesonderte Kalkulation im Rahmen eines konkreten Akquisitionsvorhabens würden sie nur als allgemeine Akquisitionskosten betrachtet werden.
- Einzelkosten, die direkt einem Auftrag zugerechnet werden können. Diese Kosten werden üblicherweise über die jeweilige Preiskalkulation im Rahmen der Angebotserstellung erfasst und berechnet.
- Gemeinkosten, die weder einem konkreten Auftrag noch einem Akquisitionsvorhaben zugerechnet werden können, wie etwa die Büromiete oder die Kosten des Sekretariats. Diese Kosten können nur über Kostenzuschläge Eingang in die betrieblichen Kalkulationen finden.
- Deckungsbeiträge der durchgeführten Aufträge. Die Gewinne aus den ausgeführten Aufträgen stellen die liquiditätsmehrenden Einnahmen in der Kalkulation eines Akquisitionsvorhabens dar. Dabei ist der Deckungsbeitrag eines Auftrags der Teil seiner Erlöse, der nach Abzug aller derjenigen Kosten, die bei seiner Ausführung entstehen, übrig bleibt.
Im Rahmen eines Akquisitionsvorhabens fließen nur die Akquisitionseinzelkosten und die Deckungsbeiträge aus den neu gewonnenen und ausgeführten Aufträgen in die Kalkulation ein. Das IFF-KALKULATIONSTOOL ist für die entsprechende Kalkulation eines Akquisitionsvorhabens konzipiert und berücksichtigt dabei neben Akquisitionskosten und Deckungsbeiträgen auch mögliche Finanzierungskosten beim Einsatz von Fremdkapital.
BEISPIELE FÜR AKQUISITIONSVORHABEN
Innerhalb des IFF-KALKULATIONSTOOLS sind zwei Beispiele für Akquisitionsvorhaben gespeichert. Durch das Anklicken eines Beispiel-Akquisitionsvorhabens im Menü werden die entsprechenden Daten in die Eingabemaske geladen. Der zeitliche Ablauf der beiden Akquisitionsvorhaben mit den unterschiedlichen Aktivitäten ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt.

(Grafik anklicken für volle Größe)
IFF-KALKULATIONSTOOL
Das IFF-KALKULATIONSTOOL ist ein Kalkulationsprogramm, das leicht verständlich und ohne besondere Vorkenntnisse der Software angewendet werden kann. Es bietet eine Reihe von Funktionen, Features und Anwendungsmöglichkeiten, mit denen speziell Bauingenieur- und Architekturbüros ihre Akquisitionsaktivitäten im Ausland kalkulieren können.
- Einfache Datenerfassung: Verschiedene Features ermöglichen eine einfache und intuitive Bedienung:
- Übersichtlichkeit: Das Tool gliedert sich schematisch in eine Eingabemaske und eine Ergebnismaske. Dieser Aufbau, die grafische Gestaltung, die Bezeichnungen und die Ergebnisdarstellung sind übersichtlich und selbst erklärend.
- Hinweisfunktion: Das Tool zeigt viele Kostenpositionen, die möglicherweise bei Akquisitionsaktivitäten im Ausland entstehen können.
- Hilfetexte: Zu allen Eingabefeldern, zu den verschiedenen Ergebnissen und zu allen Funktionen des Tools existieren ausführliche und gut verständliche Hilfetexte. Diese Hilfetexte erscheinen, sobald man mit dem Mauszeiger über den jeweiligen gut sichtbaren Infobutton fährt.
- Voreingestellte Werte: Bei vielen Kostenpositionen sind in der Eingabemaske bereits Werte voreingestellt und können beliebig verändert oder gelöscht werden. Dem Benutzer bieten sie eine Orientierung für die Einschätzung seiner Kostenangaben.
[TOOL starten] - Differenzierte Kalkulationsergebnisse: Dieses Tool ermöglicht eine genaue Planungshypothese zu den Kosten der Exportbemühungen. So können Ingenieur- oder Architekturbüros im Vorfeld erkennen, ob es sich lohnt bzw. wie wirtschaftlich erfolgreich ein Akquisitionsengagement im Ausland sein wird. Es können die unterschiedlichen Kostenpositionen (z.B. Messestand, Auslandsreisen etc.) – die erfahrungsgemäß bei Akquisitionsbemühungen im Ausland entstehen – individuell berechnet werden.
Folgende Kalkulationsergebnisse bietet dieses Tool: - Summen: Ein- und Auszahlungen, Zinsen und kalkulatorische Kosten werden als Summe angegeben und grafisch dargestellt. Die detaillierte taggenaue Auflistung der einzelnen Ein- und Auszahlungen erfolgt in einem Liquiditätsplan.
- Liquiditätsverlauf: Das Tool erstellt einen ausführlichen Liquiditätsplan in dem alle Ein- und Auszahlungen taggenau berücksichtigt werden. Die aus den einzelnen Salden abgeleitete Liquiditätskurve wird grafisch angezeigt.
- Gesamtsaldo: Der wirtschaftliche Erfolg des Akquisitionsvorhabens lässt sich am Gesamtsaldo ablesen, der als „Überdeckung“ bzw. „Unterdeckung“ angezeigt wird. Dies ist der Saldo aus allen Einzahlungen, Auszahlungen, Zinsen und kalkulatorischen Kosten.
- Kreditbedarfsanalyse: In der Ergebnisdarstellung ist eine Analyse des Kreditbedarfs zur Finanzierung der Akquisitionsaktivitäten integriert. Neben dem maximal notwendigen Betrag zeigt die Analyse auch die durchschnittliche Höhe und die Anzahl der Monate bzw. Tage mit Kreditbedarf.
[TOOL starten] - Finanzierungskosten vergleichen: Dieses Tool bietet nicht nur die Möglichkeit, den Finanzierungsbedarf des Akquisitionsvorhabens zu ermitteln, sondern es berücksichtigt bei der Kalkulation neben den Finanzierungskosten auch das eingesetzte Eigenkapital. So lässt sich das Vorhaben mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten berechnen und die verschiedenen Optionen hinsichtlich ihrer Kosten miteinander vergleichen. Auf diese Weise kann z.B. berechnet werden, um wie viel Euro günstiger eine Finanzierung der Akquisitionsausgaben über einen separaten Kredit (z.B einen Projektkredit) im Vergleich zur Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits ausfällt.
- Gute Ergebnisdarstellung: Die Darstellung der Kalkulationsergebnisse und des Liquiditätsverlaufs erfolgen sehr übersichtlich und selbsterklärend. Dabei werden alle Ergebnisse auch grafisch illustriert. Die detaillierte chronologische Auflistung jeder Ein- und Auszahlung im Liquiditätsplan gewährleistet die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der gesamten Berechnungen.
- Flexibilität: Das Tool ist im Internet verfügbar und deshalb räumlich und zeitlich völlig flexibel nutzbar. Die Kalkulationsergebnisse können online gespeichert werden und stehen dem Anwender so jederzeit an jedem Ort zur Verfügung. Durch die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse und die Möglichkeit, sie bequem auszudrucken, lassen sich die Resultate sehr flexibel verwenden.
- Basis für neue Finanzierungsmodelle: Die mithilfe dieses Rechentools erfolgte Kalkulation der Akquisitionsaktivitäten bietet die Grundlage, um Finanzierungsprodukte und -modelle entwickeln zu können, die der Exportförderung dienen. Das Tool macht hierfür den spezifischen Liquiditätsbedarf der Akquisitionsphase sichtbar. Auch speziell für monetäre Exportförderungen, etwa durch staatliche Institutionen, eignet sich das IFF-KALKULATIONSTOOL, da dafür die Kalkulation von Kosten und Liquiditätsbedarfen eine notwendige Voraussetzung ist.
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